Im ökologischen Landanbau werden keine chemischen Giftstoffe verwendet, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass überhaupt nicht gespritzt wird. Dies ist ein Trugschluss. Schädlinge würde sonst die gesamte Ernte vernichten und der Bauer würde hohe Verluste davontragen. Es werden allerdings natürliche Pflanzenschutzmittel verwendet, die harmlose Stoffe wie Algenextrakte, Seifen oder Kupferverbindungen enthalten, die hinzu noch reichlich verdünnt werden. Ausserdem verzichten Öko-Bauern in ihren Produkten auf künstliche Konservierungsstoffe. Stattdessen werden Zucker, Salze, Alkohol oder Essig zur Haltbarkeit der Bio Produkte eingesetzt. Zu Omas Zeiten, war dies Gang und Gebe und hat seinen Zweck mehr als nur gut erfüllt. Wer kennt sie nicht, die eigelegten Pfirsiche aus dem ersten Weltkrieg, die heute sogar noch lecker schmecken.
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Biokunststoffe erobern Einkaufstüten und Einweggeschirr
Dank des neu entdeckten Umweltbewusstseins wird kontinuierlich nach neuen biologisch abbaubaren und verträglichen Stoffen geforscht. Kugelschreiber, Einweggeschirr und Folien können inzwischen aus kompostierbarem Material hergestellt werden. Die Sorte dieser Materialen zählt zu den sogenannten Biokunststoffen, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Ölen oder Stärke produziert werden. Dank neuster technischer Verfahren ist man in der Lage aus den Naturprodukten ebenso stabile und feste Kunststoffe herzustellen, wie die bisherigen es sind. Während ein Plastikbecher nicht abgebaut wird und somit als Müll die Umwelt belastet, können Biokunststoffe nach einem Zeitraum von etwa 12 Wochen vollständig zersetzt und kompostiert werden. Viele Vertreiber von Lebensmitteln oder Getränken, so beispielsweise der Bierstand im Stadion oder ähnliche steigen auf das neue PLA um. Dabei ist jeder von uns schon einmal mit diesem Stoff in Berührung gekommen. Denn besonders Tragetaschen und Tüten werden aus diesem kompostierbarem Material gefertigt. Einige Schnellimbiss Restaurants benutzten bereits diese ökologisch vertretbare Verpackung. Salatschalen aus der Pizzeria sind da nur als ein Beispiel unter vielen zu nennen. Der Kunststoff wurde bereits im Jahr 1932 von Wallace Hume Carothers entdeckt. Erst viele Jahre später, genauer gesagt 2002 wurde eine kommerzielle Anlage zur Herstellung errichtet. Weitere sieben Jahre hat es gedauert, bis sich der neuartige Stoff durchsetzen konnte und immer häufiger eingesetzt wird.
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